Gute OKRs für guten Kaffee.

Gute OKRs

Wie formuliert Ihr gute Objectives und Key Results und was hat das mit großartigem Kaffee zu tun? Die Antworten gibts hier im Video und hier im Beitrag.

Stretch Goals

Gute Objectives sollen Euch dabei helfen, ambitionierte Ziele zu beschreiben. Wir sprechen hier auch häufig von sogenannten Stretch Goals. Das sind Ziele, die eigentlich eine Nummer zu groß sind. Dadurch wird Eure Kreativität für neue und innovative Lösungsansätze angeregt. Zu größenwahnsinnig sollten Eure Objectives aber wiederum auch nicht sein, weil damit jedem sofort klar ist, dass man dieses Ziel niemals erreichen kann.

Wenn Ihr Euer Ziel zu 70-80% erreicht habt, ist das schon ein guter Richtwert für so ein Stretch Goal. Eure Objectives sind idealerweise kurz und einfach formuliert und machen Lust, daran zu arbeiten. Dabei darf gerne auch ein Hauch von Humor erkennbar sein. Niemand hat Lust, an Zielen zu arbeiten, die sich lesen, wie die Anleitung zu Eurer Steuererklärung.

Beispiel: Onlineshop für Kaffee

Schauen wir uns das Ganze mal an einem Beispiel an: Stellt Euch vor, Ihr betreibt einen Onlineshop für Kaffee.

Eure langfristige Vision lautet: „Großartiger Kaffee sollte für alle verfügbar sein.“ Im Januar hattet Ihr dazu einen neuen Themenschwerpunkt für dieses Jahr festgelegt. Dieses Mid Term Goal oder Moal lautet: Wir wollen nicht einfach nur Kaffee verkaufen, sondern als Kaffee-Experten unser Wissen mit der Community teilen.“ Das aktuelle Objective dazu lautet: „Einen Newsletter starten, der unsere Kaffee-Fans von den Socken haut.

Mit diesem mitreißend formulierten Objective haben wir jetzt ein gemeinsames Verständnis, was wir erreichen wollen. Aber uns fehlen irgendwie noch konkrete Ergebnisse für unser Ziel. Diese Ergebnisse oder Key Results helfen bei der Beurteilung, ob wir unser Objective erreicht haben. Damit das klappt, müssen diese Key Results unbedingt messbar sein. Wir arbeiten hier also mit Zahlen und Metriken. Wichtig dabei: Ihr solltet diese Zahlen nach Möglichkeit direkt beeinflussen können. Schauen wir uns das an unserem Kaffee-Beispiel an. Unser Objective war: Einen Newsletter starten, der unser Kaffee-Fans von den Socken haut.

Dazu passende Key Results wären zum Beispiel:

  • Key Result 1: 10 Artikel über Kaffee-Themen verfasst.
  • Key Result 2: 3 Newsletter verschickt.
  • Key Result 3: 5 Feedback-Interviews mit Newsletter-Abonnenten durchgeführt, um herauszufinden, ob unser Newsletter wirklich von den Socken haut.

Ein Key Result, das Ihr dagegen kaum oder gar nicht beeinflussen könnt, wäre zum Beispiel: 10.000 neue Newsletter-Abonnenten registriert. Diese Zahl ist ein Endresultat, das von vielen Faktoren abhängt. Vergleicht das mit dem Wunsch, 10 Kilo zu- oder abzunehmen. Das könnt Ihr leider ebenfalls nicht direkt steuern. Bessere Key Results wären da zum Beispiel: 3 Sport-Einheiten pro Woche. Oder maximal 10 Gummibärchen pro Tag… 😉 

Bis zum nächsten Mal, Euer Michael, Anstifter bei huhuco.