Body moves Mind – Boxen: Schwitzen, Lachen, Fluchen, Lernen! – und was das mit Agilität zu tun hat –

So langsam kehrt nach der Corona-Zeit wieder Normalität ein, viele nennen es das „neue normal“. Es ist ja doch irgendwie anders, ungewohnt und ruckelt sich alles noch zurecht. Auch wenn wir im „neuen Normal“ noch nicht ganz angekommen sind, freuen sich im schönen Hamburg zwei Leute, dass sie sich wieder mit anderen Menschen in einem Raum bewegen dürfen.  

Wir sind Jochen und Anja.  
Jochen ist Dipl. Sportwissenschaftler und systemischer Coach, Fitnessverrückter und begeisterter Boxer. Er ist Hamburger Vizemeister im Schwergewicht und bereitet sich aktuell auf die Hamburger Meisterschaft vor. Seit gut 15 Jahren bringt er in seinem Gym Menschen in Bewegung.  
Anja ist agile Organisationsentwicklerin und systemischer Coach. Sie war selbst lange Jahre Führungskraft im traditionellen Unternehmenskontext. Mittlerweile begleitet sie zusammen mit den Anstiftern von huhuco Unternehmen im Wandel und unterstützt Menschen unter anderem bei der Veränderung ihrer Haltung. 

Zusammen glauben wir, dass Veränderungen immer Kopf und Körper brauchen, um nachhaltig verankert zu werden. Bis unser Unterbewusstes neue Abläufe als “normal” anerkennt und integriert, dauert es eine Weile. Ähnlich wie beim Muskel-Training. Der Mensch lernt durch eigenes Erleben, durch langsame Steigerung der Herausforderung, durch Wiederholungen, Misserfolg und Erfolg.  

What you learn is in your muscles and your reflexes as well as in your mind.“ – Carmen Basilio – amerikanischer Boxer 

Jochen gibt schon eine Weile Box-Workshops für Führungskräfte und Teams. In einem gemeinsamen Box-Training ist uns aufgefallen wie viel der Prinzipien und Denkweisen des agilen Arbeitens sich im Box-Training wiederfinden. Das wollten wir Euch nicht vorenthalten. Also entwickelten wir ein Workshop bei dem wir Grundlagen des Boxens und Bewegungslernens mit agilen Prinzipien, Werten und Arbeitsweisen verknüpften. 
Das Feedback der bisherigen Teilnehmer ist eindeutig. Am Ende sitzen alle mit roten Wangen und grinsenden Gesichtern vor uns und sagen „So wird agiles Arbeiten spürbar. Die Verbindung ergibt total Sinn.“   

Boxen und Agilität – wie geht das zusammen?  

Bei Agilität geht es um schnelle und kraftvolle Richtungsänderungen. Wohin bewege ich mich? Nach vorne, zur Seite oder sogar zurück? Für das dahinterliegende Mindset braucht es eine „Schnellbeweglichkeit“ – sowohl im Körper als auch im Kopf.  
Es bringt nichts, immer wieder mit der gleichen Kombination auf mein Gegenüber zu reagieren, egal ob es sich um einen Box-Gegner oder den Nutzer meines Produktes handelt. Wir müssen uns von alten Mustern lösen, um blitzschnell den Veränderungen zu begegnen. Beim Boxen mache ich das, um keinen Treffer abzubekommen und zu erkennen, wo ich einen Treffer setzen kann.  
Im agilen Arbeiten mache ich das, um die Bedürfnisse meines Nutzers so gut wie möglich zu treffen und etwas zu liefern, das er haben möchte. Wenn ich hier mit der immer gleichen „Kombination“, einer falschen Methode oder immer gleichen Produkten mit minimalen Änderungen antworte, verliere ich auf Dauer. Ich verliere Nutzer, Kunden, Marktanteile, Mitarbeiter.  
Also gilt: die passende Methode zur richtigen Zeit mit der entsprechenden Haltung als Grundlage für die flexible Reaktion auf sich verändernde Rahmenbedingungen.   

Boxen, Lernen und Führung 

Es gibt unzählige Studien, die belegen, dass körperliche Bewegung das Wachstum von Hirnzellen und die Bildung von Synapsen fördern. Wir bewegen in unserem Workshop also nicht nur den Körper, sondern befeuern auch die Anpassungsfähigkeit der Nervenbahnen durch Anregung von Sensorik und Motorik. Und das mit einer guten Portion Spaß. 
So erlebt Ihr als Teilnehmer auf sehr plakative Weise, dass jede noch so kleine Veränderung im laufenden System Auswirkung auf den ganzen Organismus hat. Im Boxen kann es eine kleine Veränderung der Fußstellung sein, die Auswirkungen auf meine Standfestigkeit hat. Im Büro sind es neue Prozesse, ein neues Teammitglied, eine neue Führungskraft, die neue Abläufe oder Kommunikationsweisen bedeuten.  
Dinge, die man „schon immer so gemacht hat”, aber auch Dinge, die man gerade erst gelernt hat, geraten mit einer weiteren Komponente ins Wanken und müssen sich neu ausrichten. Dabei hilft die Flexibilität, eine entsprechende Haltung und auch eine ordentliche Portion Geduld und Eigenhumor. 
Im Workshop wird hier gut sichtbar, wie unterschiedlich Menschen mit Irritation oder Scheitern umgehen. Gebe ich direkt auf? Werde ich wütend, weil es mir nicht gleich gelingt? Lache ich über mich selbst und versuche es wieder und wieder? 
Womit wir beim Thema Selbstführung sind, einem wichtigen Part in der agilen Welt. Dafür ist es wichtig, sich selbst, seine Reaktionen und Fähigkeiten einzuschätzen, mit den Ressourcen und Kräften ökonomisch umzugehen und Fehler zulassen zu können. Denn uns ist bewusst: Ohne Fehler kein Lernen. Ohne Training keine Verbesserung.  

Was wollen wir mit dem Workshop? 

Unsere Vision für dieses Training ist, Euch ein Erlebnis zu bieten. Nicht mehr und nicht weniger. Mit Spaß zu lernen und zu erfahren. Eure Komfortzone in einem geschützten Rahmen zu verlassen, Euch auszuprobieren und dabei noch was über Agilität zu erfahren.  
Die gemeinsam gemachte Erfahrung regt die Reflexion und den Übertrag auf den eigenen Arbeitskontext an. Egal, ob ihr nun als Team zu uns kommt oder als Einzelpersonen aus verschiedenen Kontexten. Wir erörtern mit Euch die Zusammenhänge zwischen Boxen und Agilität und ihr bekommt theoretischen und praktischen Input zu den Themen agiles Mindset, Prinzipien und Führung.  
Und es macht einfach wirklich Spaß zu erkennen, welche Kraft in einem selbst steckt. Und ein besonderer Clou: das gelernte könnt ihr sofort gern ausprobieren in einem direkten Sparring mit Joe am Ende des Workshops.  

Termine und Hinweise auf aktuelle Hygiene-Maßnahmen findet ihr hier 

Bei Fragen wendet Euch gern an uns.
Wir freuen uns auf Euch!  
Anja & Jochen